Grösse allein reicht wohl nicht….

… um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Diese Szene fotografierte ich vor drei Monaten in Portugal, südlich von Figueira da Foz. Wenn ich heute aus der Perspektive des Organisationsberaters statt der eines Fotografen darauf schaue, bekommt dieses Bild mit einem Augenzwinkern etwas Metaphorisches.

Im System der Wirtschaft und in unserem beruflichen Alltag erleben wir die Begriffe von Größe und Wachstum als unhinterfragte Ziele. Darin mögen Organisationen und Unternehmen ihren Sinn sehen, doch tun dies zunehmend weniger ihre Mitglieder. Sie ermüden während des steten Laufs im Hamsterrad, ohne sich mal zwischendurch auf dessen Nabe ausruhen zu können. Die Aufmerksamkeit verlagert sich daher auf andere Dinge. Als Gegenreaktion einfach mal Größe ignorieren, hinter sich lassen und den Kopf frei machen für das, was einem persönlich Sinn vermittelt.

Es passt auf eine Ansichtskarte…

Das Harlekin-Team verabschiedet sich nun in die Sommerferien. Wir wünschen Ihnen und uns einen entspannten Sommer mit schönen Erlebnissen und neuen Inspirationen. Weil wir unsere treuen Leserinnen und Leser nicht wochenlang allein lassen möchten, werden wir uns wie üblich jeden Freitag mit einem neuen Text zu Wort melden, aber der wird kurz sein. “Es passt auf eine Ansichtskarte…” ist in den nächsten Wochen das Motto unserer Beiträge. Zur Einstimmung hier der erste:

Eingeschränkte Sicht an der Spitze

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von grossen Konzernen, die sich hin und wieder fragen, wieso ihr Top-Management so unsinnige Entscheidungen trifft, sei dieses Urlaubsfoto ans Herz gelegt. Es zeigt deutlich, dass häufig gerade an der Spitze eingeschränkte Sicht herrscht. So schön die Aussicht auch ist und so majestätisch sie sich anfühlen mag, ist es sinnvoll, hin und wieder mal nach unten zu wandern und zu sehen, wie die Welt von dort aus aussieht.

Bildquelle: BBR – La Palma

Big Brother lebt noch – und wohnt jetzt in Kanada!?

… oder wie ich gelernt habe, mich weniger zu sorgen und seltsam
anmutende Datensammlungen zu lieben

In den letzten Jahren habe ich mich  intensiv mit Ahnenforschung und meiner genetischen Herkunft beschäftigt. Meine englische Familie war immer davon überzeugt, dass wir mit einem gewissen Jack Cornwell verwandt sind – einem mit nur 16 Jahren im 1. Weltkrieg kämpfenden Seemann, der in der Schlacht von Jütland gefallen ist. Meine Mutter allerdings war Deutsche, auf diese Seite von mir war ich natürlich auch neugierig. Die meisten Verwandten konnte ich allerdings nicht mehr fragen, sie sind inzwischen verstorben. Also blieben zur Ahnenforschung nur noch ein paar Erinnerungen  an Familienanekdoten und eine Handvoll alte Fotos.

In dieser misslichen Lage war das Internet meine Rettung! Genauer, die gewaltige, genealogische Datensammlung der Mormonen in Salt Lake City, deren Mission anscheinend darin besteht, durch genealogische Forschung zur “Erlösung ihrer Vorfahren” beizutragen. Von den Mormonen bevollmächtigte Organisationen betreiben mehrere Online-Sites, die dabei helfen können, „die Geschichte der eigenen Familie” zu erforschen.

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Über Erfahrungen mit meinen Erfahrungen

Als lebendiger und neugieriger Organismus im letzten Quartal der 100-Jährigen und mitten im Strom der VUCA-Welt beschäftigt mich der Gedanke: Welche Rolle spielen denn noch Erfahrungen in deinem Leben – und als Berater und Coach gefragt: Können deine Erfahrungen für andere – im allgemeinen jüngere – überhaupt noch etwas Sinnhaftes, Nützliches bedeuten, insbesondere in einer Zeit, in der alle Sinne und Energien darauf gerichtet sind, den digitalen Tsunami zu bewältigen?

Aller Anfang ist schwer

Meine Erfahrungen!? Ehrlich gesagt, ein ziemliches Durcheinander, unübersichtlich, vieles in der Schwebe zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Sieht ja nach einer ganzen Menge aus, aber wie bringe ich sie in Form und drücke sie in Worten aus? Kennen Sie solche Erfahrungen? Wie leicht und selbstverständlich gehen wir im Alltag mit Erfahrungen um, aber ganz selten erlebe ich, dass wir über sie reflektieren und schreiben.

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