Mein Lieblingsfotograf

… ist Robert Adams, ein international renommierter und umweltbewusster Landschaftsfotograf. Er prägte zusammen mit  anderen amerikanischen Fotografen in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine neue Richtung in der Landschaftsfotografie: “New Topographics”. Ich studierte seine Schriften und Bildbände sorgfältig und fand darin das Fundament, auf dem ich meine eigene fotografische Arbeit aufbaute und daraus meine eigene Bildsprache entwickelte. Durch ihn lernte ich, dass eine gelungene Fotografie drei Aspekte vereint: geografisches, metaphorisches und autobiographisches.

Mein Lieblingswein

Ti Amo (Ich liebe …) Ai Suma, einen Wein aus dem Piemont. Nicht so populär wie Tignanello und Sassica aus der Toscana, eben kein Super-Tuscan. Trotzdem ein ganz besonderer Wein aus der Barbera-Traube. Prinzipiell wie eine Spätlese geerntet, obwohl es diese Qualitätsstufe in Italien eigentlich nicht gibt.  Erst Giacomo Bologna hatte im letzten Jahrhundert den Mut, seinen piemontesischen Barbera deutlich später zu ernten und einen wahrlich grossen Wein zu produzieren. Bei einem Besuch des Weingutes in den 90ern empfing uns seine Tochter Raffaella Bologna herzlich zu einer umfangreichen Weinprobe und das, obwohl sie vorher bereits alle Weine in Subskription verkauft hatte. Wir konnten alle Weine verkosten – aber keine einzige Flasche bei ihr kaufen.

Mein Lieblingsmusikstück

Als stereotyper Zwilling fällt es mir schwer, eine bestimmte Sache als Lieblingsstück zu bezeichnen. Ein Musikstück hat mich jedoch nicht mehr losgelassen, seit ich es als Student zum ersten Mal hörte, und es bewegt mich immer wieder: das Adagietto, der 4. Satz von Mahlers 5. Symphonie. Die Musik wird dank ihrer Verwendung bei Kennedys Beerdigung und im Film „Tod in Venedig“ oft mit Trauer assoziiert. In Wirklichkeit war es ein Liebeslied an Mahlers zukünftige Frau. Es lässt mich atemlos zurück, wie Mahler eine abstrakte Melodie mit nur Streichern und einer Harfe, die von Moll nach Dur gleitet, sanft durchwebt, Melodieteile erst nach dem Dehnen des vorweggenommenen Tons auflöst und das Orchester anweist, sanft von weich zu klangvoll, melancholisch zu leidenschaftlich zu wechseln. Ein wunderbarer Ausdruck romantischer Sehnsucht.

Mein Lieblingsrezept

Weil es schnell geht und saulecker ist. Und einfach ist es auch.

Zitronenspaghetti (für 3-4 Personen)

1 Zwiebel
1 Zitrone (unbehandelt)
Zitronenthymian (wenn verfügbar)
Zitronenmelisse (wenn verfügbar)
2 Becher crême fraiche
500g Spaghetti
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Das Wasser für die Spaghetti aufsetzen und natürlich salzen und sobald es kocht,  die Spaghetti bissfest kochen. Parallel die Zwiebeln in überschaubare Würfel schneiden und die Schale der Zitrone abreiben. Sofern entsprechende Kräuter vorhanden, diese klein hacken. Alles zusammen in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die crême fraiche dazugeben und umrühren. Die Hälfte der Zitrone auspressen und den Saft in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Warm halten bis die Spaghetti fertig sind und zusammen servieren.

Harlekin’s Lieblinge

Liebe Freundinnen und Freunde des Harlekin!

Das Harlekin-Team verabschiedet sich nun in die Sommerferien. Während unserer Abwesenheit werden Ihnen alle Harlekine ihre persönlichen Favoriten vorstellen. Wir starten heute literarisch, aber je nach Interessenlage kann „Harlekin’s  Liebling“ auch kulinarisch, ornithologisch (musikalisch? alkoholisch? philosophisch? … ) sein. Lassen Sie sich überraschen!

Wir wünschen Ihnen und uns schöne Ferien!

Sommerliche Grüsse

Ihr Harlekin-Team

Meine Lieblingsromanfigur…

… ist Agatha Christie’s Miss Marple. Ich habe die Miss-Marple- Kriminalromane schon als Teenager verschlungen und war begeistert von der englischen Atmosphäre. Alles war „so very British“! Von Miss Marple habe ich gelernt, dass die meisten Dinge im Leben nicht das sind, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Eine sehr nützliche Lehre, die mich das ganze Leben begleitet!

Auf Russisch klänge das natürlich besser…

Krieg – Aggression – Angriff – Invasion – Kriegserklärung – für Sanktionen –  zivile Opfer – Soldaten töten – tote Kinder – Du Putin, was putinst du mich hier an, geh die putinmäßigen Putinkinder da drüben vollputinen! – Krieg – Aggression – Angriff – Invasion – Kriegserklärung – für Sanktionen –  zivile Opfer – Soldaten töten – tote Kinder – Du Putin, was putinst du mich hier an, geh die putinmäßigen Putinkinder da drüben vollputinen! – Krieg – Aggression – Angriff – Invasion – Kriegserklärung – für Sanktionen –  zivile Opfer – Soldaten töten – tote Kinder – Du Putin, was putinst du mich hier an, geh die putinmäßigen Putinkinder da drüben vollputinen! – Krieg – Aggression – Angriff – Invasion – Kriegserklärung – für Sanktionen –  zivile Opfer – Soldaten töten – tote Kinder – Du Putin, was putinst du mich hier an, geh die putinmäßigen Putinkinder da drüben vollputinen!

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Die Grenzen des guten Geschmacks (Teil 2)

Im heutigen Beitrag geht es nicht ums Kochen, wir machen keine Lebensmittelkunde und auch keine Restaurantkritik. Nein, wir betrachten die Welt aus der speziellen Perspektive eines polyglotten Feinschmeckers. Eines Menschen, der Grenzen auch vom Reisen kennt, sie gerne überschreitet, aber zusätzlich erklären möchte, welche Grenzen es denn noch so gibt: Kulinarische Grenzen – die Grenzen des guten Geschmacks. Fairerweise sollte kurz erwähnt werden, dass dabei der exakte Grenzverlauf häufig umstritten ist, doch sind diese Details für diesen Beitrag eher unerheblich.

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Die Grenzen des guten Geschmacks (Teil 1)

Meine Großmutter war eine interessante Frau. Immer wenn ich an sie denke, kommen mir Erlebnisse aus meiner Jugend und ihre Lebensweisheiten dazu in den Sinn. In jeder Lebenslage, zu jeder Situation gab es – bei Bedarf –  einen passenden Spruch. Für sie waren das feste Leitlinien, fast schon Gebote. Darüber wurde nicht diskutiert, das war halt einfach so.

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