Der Wert der Arbeit

Vor einigen Tagen bekam ich eine Mail von LinkedIn mit einer Einladung zur Teilnahme an einer Umfrage. Im Titel der Mail stand: Beate, was findest Du wertvoll an Deiner Arbeit? – “Gute Frage!” -dachte ich mir. Darüber hatte ich lange nicht mehr nachgedacht. Dabei ist das sicher eine der zentralen Fragen, wenn es darum geht, bei welchen Tätigkeiten und in welchen Funktionen sich jemand “am richtigen Platz” fühlt – und bei welchen nicht.

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Augen auf bei der Berufswahl!

Erinnern Sie sich noch an die „Blätter zur Berufskunde“?  Diese braun-weissen Heftchen der Bundesanstalt für Arbeit waren DAS Informationsmedium zur Frage, „was ich denn mal werden will“ – zumindest in der Zeit, als ich mich mit dieser Frage beschäftigte. In jedem Heft wurde ein Beruf im Detail vorgestellt und die Tatsache, dass letztendlich „nur“ ca. 700 Titel zur Auswahl standen, macht deutlich, wie überschaubar die Auswahl war.

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Das „Brötchen gesund“

Eine kulinarische Irreführung

In den Niederlanden steht in jedem Lunchroom, bei jedem Bäcker, der belegte Brötchen verkauft und in jedem Café das „broodje gezond“ auf der Speisekarte. Das fand ich anfangs sehr beeindruckend, denn es ist ja keine Selbstverständlichkeit, als Konkurrenzprodukt zu weniger gesunden Genüssen auch eine gesunde Alternative angeboten zu bekommen. Ich will es mir auch nicht mit allen Brötchenladen-Eignern im Lande verderben und sogleich all derer lobend gedenken, deren „Brötchen gesund“ auch wirklich gesund sind. Aber nach meinen Erfahrungen handelt es sich dabei um eine sehr kleine Minderheit.

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Über Firmenübernahmen – und die Übernommenen

Teil 2: Die Integrationsphase

Bei der Integrationsphase in den ersten Monaten nach einer Firmenübernahme sind für die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom absoluten Alptraum bis zu permanenter Hochstimmung alle Gefühlsebenen möglich. Viel hängt natürlich davon ab, wie zufrieden man mit dem „alten“ Unternehmen war. Hat man dort schon seit Jahren über Entscheidungsträgheit oder gar –unfähigkeit geklagt, erfreut man sich vielleicht an der Dynamik, die man im neuen Unternehmen erlebt.

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Ein unromantischer Beziehungsstart

Über Firmenübernahmen – und die Übernommenen (Teil 1)

Laut Manager Magazin wurden in 2021 – trotz Corona – mehr als 2000 deutsche Firmen gekauft.[1] Dabei geht es nicht nur um gewaltige Finanztransaktionen, sondern auch um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am „Stichtag“ plötzlich einen neuen Arbeitgeber haben. Und –  im Gegensatz zum Firmenwechsel durch Bewerbung –  haben sie diesen nicht selbst gewählt.

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Tulip mania

Wie jedes Jahr im Spätherbst nahte auch dieses Jahr wieder der Tag des Blumenzwiebeln-Setzens. Ich schaffe meistens schon dadurch Fakten, dass ich meinem Mann einen ganzen Sack voll zum Geburtstag schenke, und das Auswählen und Einkaufen der Blumenzwiebeln im Gartencenter ist für mich eindeutig  der attraktivere Teil dieses Projekts.

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Auf alles eine Antwort?

 Die Frage ist nur, welche!

Hier in den Niederlanden werden mir oft sehr interessante Fragen gestellt. Ältere Verwandte meines Mannes, die nicht vertraut sind mit Navigationsgeräten (oder gar Google Maps), rufen an und fragen mich nach der besten Route, um von Würzburg nach Tauberbischofsheim zu fahren. Nun bin ich in dieser – zweifellos sehr schönen – Region Deutschlands nicht oft gewesen und kann nicht viel zur Aufklärung beitragen. Deswegen habe ich schon beinahe ein schlechtes Gewissen.

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The Crazy PMPprep – Ein Roman

Um es gleich vorauszuschicken: Ich habe nicht wirklich Ahnung von Projektmanagement – das, was ich weiss, reicht gerade für die üblichen Kleinprojekte meines beruflichen und privaten Alltags. Und sehr viel mehr muss ich auch nicht darüber wissen.

Meine Motivation zum Lesen des “Crazy PMPprep”(Ein Roman zur Vorbereitung auf die PMP- und CAPM-Zertifizierung)  war darum auch nicht, mich im Themenfeld Projektmanagement weiter zu qualifizieren (oder gar zertifizieren zu lassen), sondern einfach Neugierde. Ich war Zeuge verschiedenen Diskussionen der Autoren während der Entstehungsgeschichte und wollte wissen, worum es eigentlich genau geht.  Ich bat also die Autoren, meine Harlekin-Kollegen BCO und RGE, um das Manuskript und verfiel bereits nach 30 Seiten dem Charme des tragischen Helden Henri, Musiktherapeut in einer psychatrischen Einrichtung.

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Empathie und tote Tanten

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Trainingsvideo auf LinkedIn angeschaut. In dem Kurs ging es um “Empathy for Customer Service Professionals” und bei der Suche nach etwas ganz anderem bin ich darin hängengeblieben. (So geht es ja häufig auf diesen Plattformen – die Algorithmen schicken einen fröhlich durch die Bestände und irgendwann hat man ganz vergessen, nach was man ursprünglich gesucht hat.)

Der Kurs war relativ kurz und eine amerikanische Trainerin erklärte anschaulich, was es mit der Empathie auf sich hat. Einige Praxisbeispiele wurden im Rollenspiel dargestellt.

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