The Crazy PMPprep – Ein Roman

Um es gleich vorauszuschicken: Ich habe nicht wirklich Ahnung von Projektmanagement – das, was ich weiss, reicht gerade für die üblichen Kleinprojekte meines beruflichen und privaten Alltags. Und sehr viel mehr muss ich auch nicht darüber wissen.

Meine Motivation zum Lesen des “Crazy PMPprep”(Ein Roman zur Vorbereitung auf die PMP- und CAPM-Zertifizierung)  war darum auch nicht, mich im Themenfeld Projektmanagement weiter zu qualifizieren (oder gar zertifizieren zu lassen), sondern einfach Neugierde. Ich war Zeuge verschiedenen Diskussionen der Autoren während der Entstehungsgeschichte und wollte wissen, worum es eigentlich genau geht.  Ich bat also die Autoren, meine Harlekin-Kollegen BCO und RGE, um das Manuskript und verfiel bereits nach 30 Seiten dem Charme des tragischen Helden Henri, Musiktherapeut in einer psychatrischen Einrichtung.

„The Crazy PMPprep – Ein Roman“ weiterlesen

Empathie und tote Tanten

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Trainingsvideo auf LinkedIn angeschaut. In dem Kurs ging es um “Empathy for Customer Service Professionals” und bei der Suche nach etwas ganz anderem bin ich darin hängengeblieben. (So geht es ja häufig auf diesen Plattformen – die Algorithmen schicken einen fröhlich durch die Bestände und irgendwann hat man ganz vergessen, nach was man ursprünglich gesucht hat.)

Der Kurs war relativ kurz und eine amerikanische Trainerin erklärte anschaulich, was es mit der Empathie auf sich hat. Einige Praxisbeispiele wurden im Rollenspiel dargestellt.

„Empathie und tote Tanten“ weiterlesen

Wenn Harlekine Urlaub machen…

melden sie sich wie immer Freitags zu Wort, aber mit sehr kurzen Beiträgen! Wir machen Ferien – zuhause oder an anderen Orten – und suchen Inspirationen für neue Themen.

Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Sommer!

Ihr Harlekin-Team

Wenn Harlekine Urlaub machen…

… dürfen sie auch mal ganz faul sein – und die Yoga-Stunde an die Frösche im Garten delegieren. Dann lassen die mal ihre Stirn ganz weich werden!

Anarchistische Sommerfreuden mit Holzkohle

Meine Grill-Erfahrungen in den Niederlanden

In früheren Beitragen habe ich mehrmals die kulinarischen Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden behandelt – und auch bei der grössten aller Sommerfreuden, dem Grillen, gibt es diese. Die Unterschiede liegen allerdings weniger im kulinarischen, sondern eher im “weltanschaulichen” Bereich. Die Niederlander sind ein Volk der flachen Hierarchien, sie können es nicht leiden, wenn jemand mehr  “zu sagen hat” als alle anderen. Dies gilt sowohl in der Politik als auch im täglichen Leben, und ich vermute, dass auch das Königshaus deshalb so beliebt ist, weil deren Representantinnen und Representanten de facto recht wenig zu melden haben.

„Anarchistische Sommerfreuden mit Holzkohle“ weiterlesen

Wahlkampf in den Kinder-Nachrichten


Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte als kleiner Junge

Vor einer Weile wurde in den Niederlanden gewählt – und wie in Deutschland auch hatte diese Tatsache in den Wochen vorher großen Einfluss auf alle Nachrichtensendungen und Polit-Talkshows im Fernsehen, bei denen man als Zuschauer mit recht konstruierten und ermüdenden Wortgefechten konfrontiert wurde. Die Gemengelage ist in den Niederlanden schon allein dadurch etwas unübersichtlich, dass nicht wie in Deutschland zwei oder drei, sondern vier oder fünf Parteien nötig sind, um eine Regierung zu bilden (von inzwischen insgesamt 18 (!) Parteien, die im Parlament vertreten sind).  

Eine wohltuende Abwechslung zu all den Talk-Runden war das niederländische “Jeugdjournaal” – das Jugend-Journal. Das ist eine tägliche Nachrichtensendung für Kinder, deren Fan ich wurde, als ich vor Jahren begann, die niederländische Sprache zu lernen. Die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der sechs größten Parteien waren drei Tage vor dem Wahltag dort zu Gast, und außerdem natürlich Kinder (diesmal Corona-bedingt nur ein Dutzend).

„Wahlkampf in den Kinder-Nachrichten“ weiterlesen

… bis zum Verlust der Muttersprache

Um das von Anfang an klarzustellen: In diesem Beitrag geht es nicht um exzessiven Alkoholgebrauch! Diesmal ist tatsächlich genau das drin, was draufsteht.

Vor etlichen Jahren kam eine ehemalige Kollegin und immer noch gute Freundin von mir, die als Französin in Deutschland lebt, morgens völlig schockiert ins Büro. Sie erzählte mir, dass sie am selben Morgen mit ihrer Mutter in Frankreich telefoniert hatte und im Verlauf des Gesprächs erzählen wollte, dass sich sich einen neuen Bademantel gekauft hat. Aber das französische Wort für “Bademantel” fiel ihr nicht ein! Sie war sehr erschrocken darüber und fürchtete, nun ihre Muttersprache zu vergessen.

„… bis zum Verlust der Muttersprache“ weiterlesen

… dann muss ich ja immer an Prinz Charles denken!

Namen sind mehr als Schall und Rauch

Als sich bei uns ein weiteres Enkelkind ankündigte, wurden mein Mann und ich zu möglichen Vornamen nach unserer Meinung gefragt. Aufgrund der in den Niederlanden und in Peru ansässigen Verwandtschaft des Kindes sollte es eine Name sein, der in beiden Ländern bekannt ist und in beiden Sprachen einfach auszusprechen. Auf der Liste stand unter anderem „Camilla“ – und ich war diejenige, die sich wegen der oben genannten Assoziation dagegen aussprach.

„… dann muss ich ja immer an Prinz Charles denken!“ weiterlesen

Lass deine Stirn ganz weich werden…

Da „Indoor“-Gruppensport im Moment nicht möglich ist, habe ich mich notgedrungen – und zunächst ohne große Begeisterung – auf YouTube nach Yogakursen umgeschaut. Fündig wurde ich bei einer jungen Frau aus Berlin, die sehr gut erklärt und deutlich sehen lässt, worauf es bei den einzelnen Übungen ankommt. Für mich ein echtes Happy End – inzwischen ist „Yoga mit Tablet“ ein erfreulicher (und wohltuender) Bestandteil meines Alltags geworden.

Allerdings habe ich nach den ersten Kursen festgestellt, dass die Blockaden, die ich überwinden musste, weniger körperlicher als sprachlicher Art waren. Mit Aufforderungen wie „Lass deine Stirn ganz weich werden“ hatte ich gewisse Schwierigkeiten, denn was ich mir auch von Yoga erhofft hatte – eine weiche Birne war es nicht.

„Lass deine Stirn ganz weich werden…“ weiterlesen

Läufer, Tanker, Schwebebalken und vieles, vieles mehr

Über Metaphern in der Politik

Auf metaphorischer Ebene wurde den Fernsehzuschauern  in den Niederlanden in dem letzten Monaten einiges geboten, insbesondere während der regelmäßig stattfindenden Pressekonferenzen zum Thema Corona. Ministerpräsident Mark Rutte und „Corona-Minister“ Hugo de Jonge geben sich sehr viel Mühe, um die Bürgerinnen und Bürger ihres Landes von der Dringlichkeit der Lage zu überzeugen. Dabei ist der Zweck zwar löblich, aber die Mittel sind etwas verwirrend.

„Läufer, Tanker, Schwebebalken und vieles, vieles mehr“ weiterlesen