Vom Mehl in der Mehlschwalbe und fliegenden Mistkerlen

Brachvogel

Ich habe Ihnen heute einen Artikel mitgebracht aus der Kategorie: Wissen, das wir eigentlich im Alltag nicht brauchen und genau deshalb im Gedächtnis behalten.

Wer mich gut kennt, weiß, dass mir die Ornithologie schon lange ans Herz gewachsen ist und ich in diesem Zusammenhang einen winzigen Beitrag leiste zur Klimaverbesserung, wenigstens in meinem Garten. Als ich neulich ein Geschenk für eine Freundin suchte, mit der ich die Leidenschaft für die Beobachtung des wilden Federviehs teile, stieß ich auf das Buch „Die Namen der Vögel Europas“ von Viktor Wember. Es ist wissenschaftlich aufgebaut, mit einer Menge vielfältiger Information und dem Versuch, sowohl die deutschen als auch wissenschaftlichen Namensbezeichnungen der Vögel herzuleiten oder zu erklären.

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Zuhören ist nichts für Weicheier

Letztens fragte mich ein Kunde: Wie genau geht gutes Zuhören?

Eigentlich ist das ja ganz einfach: Beim Zuhören geht es immer um den Anderen. Immer… Zuhören hat etwas mit Hinwendung zum Anderen zu tun, mit Offenheit gegenüber der Welt des Anderen. Und mit meiner Bereitschaft dazu.

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Von der Kunst, miteinander zu denken (Teil 1)

Für uns symbolisiert der Baum die Essenz von Dialog: Wir kommen zusammen, verbinden uns mit uns, den anderen und öffnen einen gemeinsamen Denkraum, in dem Neues entstehen kann.  

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Meetings für Zeitverschwendung halten? Man könnte so gut arbeiten, wenn diese ständigen Diskussionen nicht wären. Und dann das Verhalten der „Mit-Meeter“: Man beginnt etwas zu erzählen und wird ungeduldig unterbrochen. „Kommen Sie doch mal auf den Punkt. Wir haben ja nicht den ganzen Tag Zeit.“ Oder man pickt sich einen Aspekt Ihres Beitrags heraus und reagiert ausschließlich auf diesen, vielleicht sogar mit Misstrauen. Oder ein Teilnehmer erklärt Ihnen zum x-ten Mal, was Sie längst schon kennen und wissen. Oder man sagt Ihnen: „Das funktioniert doch nicht.“, gepaart mit körpersprachlichen Reaktionen der Entwertung, und bügelt Ihre Ideen runter. Oder, oder, oder…

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Lob der Pause (Teil 4)

Angeregt durch die Fragebögen von Max Frisch sollen die unten stehenden Fragen Dich, lieber Leser, einladen, Deinen Umgang mit Pausen zu reflektieren. Vielleicht magst Du Dich mit der einen oder anderen Frage intensiver beschäftigen. Vielleicht beschäftigt Dich eine Frage besonders. Nimm Dir eine bewusste Pause und schreibe auf, was Dir zu den Fragen einfällt. Lerne so, wie Du mit Pausen umgehst. Durch die Reflexion mit den Fragen lernst Du mehr über Deine Haltung zu Pausen kennen und ob Du Dein konkretes Verhalten verändern möchtest oder nicht. Die Sammlung ist subjektiv zusammen gestellt. Vielleicht beschäftigen Dich weitere Fragen im Umgang mit diesem Thema.  Es gibt so viel mehr zu entdecken…

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Lob der Pause (Teil 3)

Vögel beobachten macht glücklich

„Alles ist immer da in ihr. Vergangenheit und Zukunft kennt sie nicht. Gegenwart ist ihre Ewigkeit.“ (Georg Christoph Tobler über die Natur)

Besitzen Sie einen Garten? Ich verstehe darunter einen Ort der Vielfalt und gerne auch der evolutionären Anarchie. Oder kommen Sie ohne viel Aufwand in die „Natur“, in Wald, Wiese, Weinberge? Wenn nicht: Auch in der Stadt sind sie zu hören. Wenn Sie nämlich genau hin hören, bemerken Sie, dass die Luft sich wieder mit einer mannigfaltigen Kakophonie füllt! Die Vögel legen sich ins Zeug und verursachen einen Lärm wie sonst nur Laubbläser, nur schöner. Bernd Brunner schreibt in seinem 2015 veröffentlichten Buch von einer „Ornithomania“, der auch ich, ich gestehe, schon seit sehr vielen Jahren verfallen bin.  Doch, mir geht es gut. Danke der Nachfrage.

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Lob der Pause (Teil 2)

Lassen Sie sich doch mal gehen…

Ist „gehen lassen“ nicht ein wunderbarer Ausdruck? Gerade für den Hefeteig hat er besondere Bedeutung. Nur dann, wenn ein Hefeteig lang genug geht, er also in aller Ruhe vor sich hin blubbern kann, wird er wachsen (im Idealfall sogar sein Volumen verdoppeln und verdreifachen)  und sich dadurch zur Grundlage für ein leckeres Brot oder einen besonderen Kuchen entwickeln. Wenn man ihm keine Ruhe gönnt, wird das Brot fest, niedrig und manchmal innen sogar feucht. Ich habe viele Brote gebacken – glauben Sie mir, so ein Brot wollen Sie nicht essen.

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Lob der Pause (Teil 1)

Manchmal bin ich schon am Morgen müd…

Als ich kurz vor Weihnachten eine Kundin (Führungskraft in einem deutschen Konzern) zum Coaching traf, erzählte sie mit müdem Gesichtsausdruck: „Gestern habe ich von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr durchgehend virtuelle Meetings oder Telefonate gehabt und keine einzige Pause! Und das nicht zum ersten Mal.“ Und wenn internationale Zeitverschiebungen dazu kommen, können die ersten Sitzungen auch noch früher anfangen und die letzten sehr spät enden. Ich habe sie gefragt, warum sie das mit sich machen lasse. Darauf schaute sie mich erstaunt an, weil sie gar nicht darüber nachgedacht hatte, ob daran irgendetwas falsch sei.

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Glück ist kein Geschenk der Götter…

… sondern die Frucht innerer Einstellung.1

Seit vielen Jahren arbeite ich als Führungs-Coach. In dieser Rolle gehe ich alle paar Wochen mit Managerinnen und Managern, die ihren Job verloren haben, ins Kloster. Im Seminar arbeiten wir zu den Themen innere Bilder, Zukunft, Scheitern, Angst, Hoffnung und so weiter.

Entweder sind sie aus persönlich-konfliktären Gründen entlassen worden, fielen einer Restrukturierung zum Opfer oder haben selber entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Was den Teilnehmern gemeinsam ist: Menschen, die bisher Macht über andere hatten, haben diese verloren. Bisher waren sie gewohnt, Visionen, Strategien und Konzepte zu entwickeln und Entscheidungen für andere zu treffen. Nun haben nicht selten andere über sie entschieden.

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