Digital Na(t)ives

Das Heilsversprechen der Digitalisierung: alles wird einfacher, schneller, effizienter, … you name it. Wichtig auch: Kunden mitnehmen. Klingt gut, oder? Ich komme selbst aus der Branche und profitiere unmittelbar von diesem Narrativ, aber manchmal bin ich nicht nur sprachlos, sondern echt sauer wie sehr man das verbocken kann. Grund dafür ist das Instrument der Einzugs­ermächtigung.

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Digitaler Blues

Die Erfahrungen der letzten Wochen lassen mich an die beliebte deutsche Redewendung denken: „Warum einfach machen, wenn es auch kompliziert geht?“

Während der Rest der Welt mit der Digitalisierung beschäftigt ist, scheint es in der Bundesrepublik einige Widerstandsnester zu geben. Meine Krankenkasse – nennen wir sie Medisure – präsentiert sich gerne als effizient und kundenfreundlich. Ich war angenehm überrascht, als sie eine App einführten, mit der man eine mehrseitige Rechnung abfotografieren und zur Bearbeitung an sie schicken konnte, anstatt ein altertümlich aussehendes Formular mit Informationen handschriftlich auszufüllen, die sie größtenteils bereits besaßen. Ein Jahr später fügten sie die Funktion der E-Mail-Benachrichtigung hinzu, wenn eine Nachricht in der App eingegangen ist. Was kryptischerweise bedeutet, dass die App auch anzeigen kann, welche Erstattung sie gerade gewährt haben. Warum die App mir keine Benachrichtigung schicken kann, weiß ich nicht. Man wird mir wahrscheinlich sagen, dass es etwas mit der Datensicherheit zu tun hat.

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Magic Numbers…

Eigentlich hatte ich mir diesen speziellen Freitag extra geblockt für eine OpenShift4 Bare-Metal Installation, aber Ihr kennt den Spruch ja: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Daher werde ich über meine Erfahrungen mit RedHat ein anderes Mal berichten.

Morgens an besagtem Freitag rief ein Kollege an mit dem üblichen Satz, den Techniker fürchten gelernt haben: Guck doch mal bitte kurz. Das ist ein Fall für die typischen 5 Minuten. War aber leider auch wichtig, schließlich stand eine kritische Anwendung auf dem Produktivsystem still und nichts ging mehr. Ich machte mich also auf die Suche, stellte das Problem nach und versuchte, Ursachen zu finden. Da der Fehler von heute auf morgen ohne Veränderung am Programm auftrat, tippte ich auf eine Datenkonstellation, die für das Programm problematisch ist, was der Grund für den Absturz sein könnte.

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Harlekin Exklusiv: Künstliche “Intellisense”

Wahrscheinlich haben Sie den kurzen Artikel letzte Woche verpasst, in dem es darum ging, wie Großbritannien ein Programm finanziert, um die Möglichkeit der Erkennung von Covid19 durch Hunde zu untersuchen. Labradore, Spaniels und andere Rassen werden bereits eingesetzt, um Schmuggelware, Drogen und sogar Äpfel aufzuspüren, wenn Sie es wagen, einen solchen in Ihrer Lunchbox in die Staaten zu schmuggeln. Sie können auch Krebs, Multiple Sklerose und Parkinson erkennen.

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Die Frage nach dem Warum und Wofür …

… und damit meine ich nicht den philosophischen Aspekt dieser Sinnfrage, sondern den dritten Teil meiner Serie Blockchain und Kryptowährungen (zurück zu Teil 1 und Teil 2). Im Grunde bin ich ja noch ein paar Probleme schuldig, die mit der Technologie Blockchain lösbar wären[1].

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Künstliche Intelligenz contra Ignoranz

„Internet und künstliche Intelligenz werden unser Leben erschüttern“, sagte Digital-Vordenker Joi Ito in einem Interview mit der NZZ.

Wird künstliche Intelligenz wirklich alles verändern?

Naja, nicht alles, aber so ziemlich alles. Warum? Weil es bereits passiert und Ausprägungen der künstlichen Intelligenz (KI) sich schon jetzt in unser Leben geschlichen haben. Wo hören gut geschriebene Programme auf und wo fängt KI an?

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Nimm eins, zahl eins, mach zwei draus? Nix da…

In meinem letzten Beitrag habe ich etwas über Kryptowährungen und Blockchain geschrieben, dabei aber nur angedeutet, wofür man Blockchains überhaupt verwenden kann und was die grundlegenden Neuerungen der Blockchain-Technologie ist. Für mich ist es die Tatsache, dass endlich das Double-Spend Problem gelöst ist – und das transparent und ohne Vertrauen in eine zentrale Instanz haben zu müssen.

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Scheitern wir oder lernen wir?

Wow, 2018 war ein ereignisreiches Jahr. Am letzten Tag des Jahres sehe ich die Meldung von OceanCleanup, ein tolles Projekt, das erst gegen viele Widerstände ankämpfen muss und jetzt einen Rückschlag erlebt. Aber eigentlich geht es mir in diesem Artikel um Bitcoin und Blockchain. Ende 2017 hatte der Kurs von Bitcoin und vielen anderen Kryptowährungen Höhen erreicht, die viele zum Träumen angeregt haben (und manche versilbern ihr gesamtes Hab und Gut (1), um in Bitcoin zu investieren und vom Hype zu profitieren). Man könnte auch sagen: die Gier hat die Leute gepackt und 2018 normalisiert sich dann die Lage. Aber was kommt nun?

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Raus aus der Komfortzone?!

Komt-for Zone

Als Internetbenutzer hat man es heute nicht immer einfach, da steht häufig die Frage im Raum: Komfort oder Sicherheit oder Vertrauen oder oder oder…?

Vor kurzem habe ich einen Newsbeitrag (und dann noch einen und noch einen) gelesen, der mir das nochmal verdeutlicht hat und bei dem ich mir gleich wieder die Frage gestellt habe, warum es so weit kommen musste. Es geht um das Thema RSS, ein offenes Protokoll für die Nachrichtenverteilung resp. -Subskription. In Zeiten von sozialen Medien hat diese Technologie ordentlich gelitten und vermeintlich viele haben sich dem Komfort von Plattformen hingegeben, die per Algorithmus resp. anhand der zurückliegenden „Likes“ entscheiden, was es zu lesen gibt.

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