Platz da …

Vorsicht beim Einsteigen …

 

Italien, das Land der Zitronen, Pomeranzen und Automobilisti. Gut, die Bezeichnungen der verschiedenen italienischen Zitronensorten kenne ich nicht, aber Maserati, Alfa Romeo, Lamborghini und Ferrari kenne ich seit den 60er Jahren – in unzähligen Pausen auf dem Schulhof trainiert, mit dem damals absolut hippen Auto-Quartett. Ferrari „12 Zylinder“ war der fast sichere Spielgewinn, wenn nicht unglücklicherweise gerade die Anzahl der Sitze ausschlaggebend war.

Kaum einer hatte allerdings damals einen dieser Sportwagen persönlich live gesehen. Selbst die Gesalbten, die in den „grossen Ferien“ mit Ihren Eltern im VW Käfer (hinten) an die Adria fuhren, haben jemals einen Ferrari, Lamborghini etc. auf italienischen Strassen gesehen. Wie auch? Italienische Strassen waren noch enger als deutsche Landstraßen und vollgestopft mit Rennrädern, dreiräderigen Lieferwagen und Fiats 500. Italienische Sportwagen waren der Traum meiner Jugend – vielleicht eine Fiktion, aber technologisch führend. Wie sieht es automobilistisch in Italien heute aus?

Auf den Strassen sieht man deutlich mehr deutsche und französische Modelle als die Legenden der italienischen Auto-Ingenieurskunst. Allerdings, wer hier mit deutschem Kennzeichen unterwegs ist, ist schon aus Prinzip ein Verkehrshindernis. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man sich dabei an Strassenverkehrsbeschränkungen hält, leicht (10 km/h wie in deutschen Innenstädten üblich) darüber ist – oder es durchaus mal „laufen“ lässt. Wenn man nicht gleichzeitig links und rechts überholt wird, ist das schon fast ein italienischer Ritterschlag zur automobilen Reife.

Umso erstaunter war ich, als wir in einem italienischen Parkhaus eine Innovation erleben durften, die ich in Deutschland schon seit Jahren vermisse: Ein Parkhaus, mit Platz nicht nur für Autos, – sondern auch für Menschen!  Wer schon einmal verzweifelt versucht hat, sein Auto wieder zu „besteigen“, nachdem ihn ein SUV zugeparkt hat, so dass bestenfalls der Einstieg durch die Heckklappe noch möglich wäre, weiß was ich meine. Was ist daran so schwierig, Platz für Autos UND FÜR IHR FAHRER(INNEN) auszuweisen? Ich weiß es nicht!

Freue mich aber, dass es offensichtlich italienischen Ingenieuren und Architekten gelungen ist, dieses Problem auf  elegante, typisch italienische Art zu lösen. 😊

Bella Italia

Bildquellen

  • Vorsicht beim Einsteigen …: Karl-Heinz Laube/pixelio.de
  • IMG_4710: uto

2 Gedanken zu „Platz da …“

  1. Lieber Uwe, im neuen Coulinstraßen-Parkhaus in Wiesbaden versucht man einen ähnlichen Weg zu gehen. In der Nähe gibt es auch die Curry-Manufaktur. Wie wäre es mit einer Currywurst mit gleichzeitigem Test eines modernen neuen Parkhauses. Und danach noch ein Guinness in Scotch N’Soda. Bis dann….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.