Die Grenzen des guten Geschmacks (Teil 2)

Im heutigen Beitrag geht es nicht ums Kochen, wir machen keine Lebensmittelkunde und auch keine Restaurantkritik. Nein, wir betrachten die Welt aus der speziellen Perspektive eines polyglotten Feinschmeckers. Eines Menschen, der Grenzen auch vom Reisen kennt, sie gerne überschreitet, aber zusätzlich erklären möchte, welche Grenzen es denn noch so gibt: Kulinarische Grenzen – die Grenzen des guten Geschmacks. Fairerweise sollte kurz erwähnt werden, dass dabei der exakte Grenzverlauf häufig umstritten ist, doch sind diese Details für diesen Beitrag eher unerheblich.

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Die Grenzen des guten Geschmacks (Teil 1)

Meine Großmutter war eine interessante Frau. Immer wenn ich an sie denke, kommen mir Erlebnisse aus meiner Jugend und ihre Lebensweisheiten dazu in den Sinn. In jeder Lebenslage, zu jeder Situation gab es – bei Bedarf –  einen passenden Spruch. Für sie waren das feste Leitlinien, fast schon Gebote. Darüber wurde nicht diskutiert, das war halt einfach so.

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Taxi nach Kalau

Liebe Fans des Harlekins, ich gestehe, über den Sommer habe ich mein Bildungsauftrag vernachlässigt und keine „Geschichten die das Leben schreibt“ im Rahmen unseres Blocks veröffentlicht. Das wird sich ab sofort wieder ändern, gegen Winterblues und coronale Tin-Foil-Theorien hilft Lachen über skurile Geschichten am besten.

Den Titel habe ich an Tetsches Rubrik “Neues aus Kalau” angelehnt, ihm würde zu der folgenden Erzählung zweifellos auch ein passender Cartoon einfallen. Kurz, in der folgenden Geschichte geht es um Ausländer an fremden Orten, seltsame Straßen und einen genervten Taxifahrer.

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Respekt (Teil 2)

M.C. Escher, ein vor 120 Jahren geborener niederländischer Grafiker/Künstler – in den sozialen Medien geht er immer wieder viral und hat fast den Status eines Popstars. Wer kennt seine Grafiken nicht? Perspektivische Unmöglichkeiten, Metamorphosen und optische Täuschungen sind in seinen Bildern Programm und sich schier endlos wiederholendes Thema. Ein genialer Visionär!

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Ganz schön beknackt… (Teil 2)

Die Muskatnuss entwickelte sich dann im 16. Jahrhundert zum Goldrausch Ostindiens, insgesamt der erste bedeutende Fall von Drogenbeschaffungskriminalität. Portugiesen, Briten, Spanier und Niederländer bekriegten sich wegen der Muskatnuss und brachten sich nicht nur gegenseitig, sondern nebenbei noch einige 10.000 Einheimische um. Wer Drogenkartelle bisher ausschließlich aus Mittel- und Südamerika kannte, darf sich nun als Besserwisser 1. Grades betrachten. Denn er weiß nun: Pablo Escobar, Kokain-Handel und das Medellin-Kartell sind nur billige Kopien eines schon 500 Jahre alten „Geschäftsmodells“.

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Ganz schön beknackt… (Teil 1)

Nach meinem Beitrag zu Corona, Hamsterkäufen von Toilettenpapier und einer resultierenden Anal-yse Symptom-begleitender Besserwisser wurde ich mehrfach gebeten, doch mehr zu diesem Thema zu schreiben. Ich gestehe, es hat mehr Freude als Arbeit gemacht. Viel Spaß mit der neuen Riege von Besserwissern und Klugscheissern.

Kerzenlicht, Glühwein und Nüsse knacken: das erinnert an die Kindheit, gehört in den Winter und Ja, das ist die Weihnachtszeit. Damit es uns dann richtig warm ums Herz wird, läuft White Christmas als Dauerberieselung in den Kaufhäusern und im Radio singt sich Chris Rea mit Coming Home for Christmas alle Jahre wieder in die Herzen der Fernfahrer (und natürlich deren Frauen).

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Was hat CORONA mit Klopapier zu tun? – der Versuch einer Anal-yse (Teil 2)

Beginnen wir mit einer entschärften Variante des Klugscheißers, dem Besserwisser. Grundsätzlich gilt auch hier: Niemand mag Besserwisser! Es sei denn, er ist ein Bezzerwizzer. Denn Bezzerwizzer ist ein Familienspiel, das von Mattel Anfang des neuen Jahrtausends veröffentlicht wurde. Es handelt sich um ein Wissensspiel, das auf Spielen wie Trivial Pursuit oder Shows wie „Wer wird Millionär?“ aufbaut. Wir erkennen, Klugscheißer und Bezzerwizzer sind keine Randerscheinungen, sie sind ein Mainstream unserer Zeit.

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Was hat CORONA mit Klopapier zu tun? – der Versuch einer Anal-yse (Teil 1)

Anfänglich war ich nur amüsiert, die erste Phase der CORONA-Pandemie war schon irgendwie seltsam. Auf der Suche nach relevanter Information zu dieser gefährlichen Pandemie, oder je nach Anschauung, einer Art neuer Grippe, stolperte ich immer wieder über die unfreiwillig komischen Beiträge zum Klopapier-Hamstern. Berichte zu Schlägereien in Supermärkten, Klopapier-Dieben in Krankenhäusern und Familientragödien mit (meist aber ohne) Toilettenpapier waren an der Tagesordnung.

Amerikaner, Australier und einige andere Nationen teilten sich die neue Vorliebe, ihr trautes Heim mit Klopapier-Rollen aufzupeppen. Gut, die Franzosen haben nebenbei auch größere Mengen Rotwein eingekauft und die Niederländer erlebten einen zusätzlichen Run auf ihre Coffeeshops – natürlich nur um vor deren Schließung noch schnell die Vorräte an Appeltaart und Poffertjes aufzustocken.

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Auch grüne Gummistiefel können einen schlanken Fuss machen …

Dass nach christlicher Überzeugung nur Jesus über das Wasser laufen konnte, wusste diese emanzipierte Frau offensichtlich nicht. Die abenteuerlichste selbst gebastelte Filteranlage, die ich je gesehen habe, gemeinsam mit einem „Schutzengel“ dafür – what a day.  

(Das Bild entstand 2012 bei einem Besuch des National Centre for the Performing Arts, Beijing – bekannt auch als „the Egg“. )