Zeit für neue Ziele!

Schon sind die ersten Wochen in 2021 vorüber und ein altbekanntes Ritual wiederholt sich. Gut, normalerweise schnellen in dieser Zeit die Anmeldungen für Fitnessstudios in die Höhe…

Aber hatten wir nicht auch Anfang 2020 die mehr oder weniger üblichen Vorsätze? Es hat nicht sollen sein – und man kann, wie ich finde, in 2020 einen Schuldigen eindeutig ausmachen. @Harlekin Rüdiger: hattest Du bei Deiner Serie übers Blamen auch Viren dabei?

Wie auch immer, in meinem Wutbürgerartikel zur neuen Normalität habe ich im Kommentar ja auch versprochen, neue Chancen und Perspektiven zu beleuchten. Also, alle anschnallen und los geht die Reise.

1. 2020 hat unser aller Freizeitgestaltung massiv verändert. E-Bikes, Lauf-Equipment und alles im Bereich Outdoor- und Individualsport gingen gut. Wenn man bedenkt, was nach wie vor auf Feld-und Waldwegen los ist und welchen Verschleiß der Wege das hervorruft, ist klar, dass die Baubranche bald einen Boom erlebt. Also nicht nachlassen mit den Vorsätzen, ab aufs Feld! Ich möchte schließlich auch irgendwann mal über Frischgeteertes laufen…

2. Die Arbeitsumgebungen und -gewohnheiten haben sich letztes Jahr massiv geändert. Home-Office scheint doch für viele zu funktionieren (gezwungenermaßen) und was das für Immobiliengesellschaften, Vermieter etc. bedeutet, wird sich frühestens 2021 zeigen, denn da kommt Bewegung in den Markt. Und auch, ob diese Arbeitsform uns näher zueinander bringt (weltweit gesehen, weil Entfernungen jetzt noch unbedeutender geworden sind), oder ob wir alle zu Einzelkämpfern werden, weil die Sozialisation im Büro und in der Kaffeeküche fehlt? Ich glaube stark an Ersteres, denn ich hätte wohl kaum so viele private Einblicke erhalten ohne Video-Conferencing (bspw. Live-Kinderbetreuung oder marodierende Haustiere). Trotz aller Pannen finde ich das super, denn es macht uns nahbar und empfindsam(er). Es tut mir zum Beispiel wirklich gut, zu sehen, dass Home-Office mit Kindern im Home-Schooling für alle eine Herausforderung ist.

3. Unsere Beziehungen: zu Freunden, zur Familie, zu Nachbarn… Corona und die Maßnahmen der Regierungen haben unsere Kontaktzahl reduziert und uns damit gezwungen, zu fokussieren. In Zeiten von unzähligen Facebook-„Freunden“ oder Insta-Followern sind persönliche Treffen da in einer ganz anderen Liga und bekommen so vielleicht wieder etwas mehr Wertschätzung – allein schon, weil je persönlichem Treffen mehr Zeit zur Verfügung zu stehen scheint. Wer kann sich schon ernsthaft um 200 „Freunde“ kümmern?

So Ihr Lieben, das waren meine Top 3. Einige Punkte, die genauso negativ wie positiv sind – für mich stehen allerdings die positiven Anteile im Vordergrund und ich hoffe, wir erhalten uns diese in 2021. Nicht alles war früher besser, nur anders. Wie sieht Eure Liste aus und was erhofft Ihr Euch von 2021? Ich bin guter Dinge und glaube es wird ein tolles Jahr, und wenn nicht, kriegen wir das auch irgendwie hin. Denn egal, wie es verläuft, die meisten Menschen können sich weitaus besser anpassen als wir alle bisher geglaubt haben…

Und wenn es doch mal wieder „schwer“ wird, sollten wir uns manchmal an den Kindern orientieren, die einen so wundervoll unbeschwerten Blick auf die Welt haben. Mein Highlight von 2020 dazu: eins meiner Kinder (Alter ca. 5) beim Sehtest der U-Untersuchung, auf die Frage, welches Symbol es da erkennt (der Arzt zeigt auf den Tannenbaum). Die Antwort kam prompt und wie selbstverständlich: Kackhaufen! 💩

In diesem Sinne: Happy New Year und Kopf hoch!

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