Multikulturelle Teamarbeit – “Was Du nicht willst, dass man Dir tu…”

bbr.harlekin

Wenn wir “im Grossen” über internationale Firmenübernahmen, Joint Ventures und Unternehmenskooperationen reden, steht hinter diesen Wirtschaftsschlagzeilen die zwischenmenschliche Ebene: Teams beginnen eine internationale Zusammenarbeit, die vorher häufig allein in ihrem eigenen Sprach- und Kulturraum aktiv waren. Ich habe diese Situation bereits in zwei Unternehmen miterlebt (einem ehemals deutschen und einem ehemals niederländischen) und kenne die Unsicherheiten bei allen Beteiligten, die die Startphase in eine internationale Teamstruktur mit sich bringt. Es ist ja auch nicht immer die Zeit da, um alle potentiellen Fettnäpfe weiträumig mit Flatterband abzusperren, damit niemand hineintreten kann. Ich kann Ihnen versichern, dass unter dem Druck des Tagesgeschäfts sehr oft doch hineingetreten wird, auch wenn alle Beteiligten die allerbesten Absichten haben!

Für alle Leserinnen und Leser, die den Weg in die Internationalität auf Teamebene noch gehen werden, möchte ich gern einige sachdienliche Hinweise geben, die ihnen im günstigen Fall den einen oder anderen Fettnapf ersparen.

Mir ist natürlich klar, dass dieses Thema nicht ganz ungefährlich ist, denn obwohl niemand leugnet, dass kulturelle Unterschiede zwischen einzelnen Ländern und Kontinenten bestehen, sollte diese Tatsache nicht zu einer pauschalen Gebrauchsanweisung führen, wie „der Deutsche“, „der Inder“ oder „der Amerikaner“ funktioniert. (Wir hören ja auch nicht so gern die Geschichte vom arroganten und streberhaften Deutschen, oder? Darum: …das füg auch keinem andern zu!) Es wäre auch zu einfach und wird der Problematik nicht gerecht. Ganz davon abgesehen, dass es in Deutschland zwischen Hamburgern und Bayern schon „kulturelle Unterschiede“ gibt, genauso wie in den Niederlanden zwischen Friesen und Limburgern oder den USA zwischen Texanern und Kaliforniern.

Ich werde in den folgenden Beiträgen Situationen schildern, wie ich sie in eigenen Teams selbst erlebt habe. Viele haben im Nachhinein durchaus ein gewisse Komik, die die Beteiligten in der Situation selbst noch nicht so recht erkennen konnten, aber Sie dürfen natürlich gern Ihren Spass daran haben. Ich hoffe, dass Ihnen der ein oder andere Punkt wieder einfällt, wenn es in Ihrem Teamumfeld mit der internationalen Zusammenarbeit so richtig losgeht!

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Autor: bbr

Hallo, ich bin Beate Brinkman, der bbr.harlekin. Ich bin Redakteurin und Autorin für den Harlekin.Blog e.V. im “Hauptberuf” international Supervisor in einem IT-Unternehmen. Dort beschäftige ich mich schwerpunktmässig mit der Führung und Organisation internationaler Teams und mit den “Risiken und Nebenwirkungen” multikultureller Teamarbeit. Ich lebe seit 15 Jahren in den Niederlanden und habe festgestellt, dass schon allein die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Niederländern ein ganzes Buch füllen können (und auch bereits füllen – ein sehr amüsantes Beispiel dafür ist das Buch “Auf Heineken könn wir uns eineken” von Kerstin Schweighöfer). Weil in dem Unternehmen, für das ich tätig bin, mit den Jahren auch noch Unternehmensstandorte in USA und Indien dazugekommen sind, gab es im Themenumfeld multikultureller Teamarbeit ständig mehr zu entdecken. Und es wurden dadurch natürlich auch mehr Fehler gemacht, aus denen wir lernen konnten.

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