Breaking News: Deutsche Bahn findet Lichtschalter!

Anfang August hat ein aufmerksamer Mitarbeiter der Deutschen Bahn einen Schalter im Bahn Tower in Berlin erstmals betätigt. Wie sich herausstellte, war es der Lichtschalter und man ist sich seitens der Bahn-Pressestelle jetzt sicher, dass dieser Schalter alle Lichter im Gebäude ausschalten kann. Überwältigt von der Innovationskraft seines Unternehmens hat der Bahnvorstand höchstpersönlich eine Pressemeldung auf LinkedIn gepostet. Böse Zungen behaupten, die Bahn sei der größte Energieverbraucher Deutschlands und würde seinen Spitzenplatz jetzt verlieren.

Der Mitarbeiter, der – nach eigener Aussage – einfach mal gedrückt hatte, wurde befördert und darf jetzt sämtliche Innovationsprogramme der Bahn leiten als ‚Head of Search and Push‘. Gleichzeitig versammelt sich die gesamte Public-Relations-Abteilung hinter dem noch unbekannten Wunderkind und plant schon für Jahre weitere grüne Innovationen. Harlekin.Blog hat das Unmögliche erreicht und konnte den neuen Shooting-Star der Bahn exklusiv interviewen. Lesen Sie hier die wichtigsten Auszüge aus diesem Interview.

Harlekin: Herr K, wie fühlen Sie sich? In den sozialen Medien wird die Bahn jetzt gefeiert für einen Erfolg, der letztlich nur auf Ihre persönliche Einzelleistung zurückzuführen ist.

Herr K: Es ist schon ein tolles Gefühl. Wissen Sie, ich habe bisher noch nicht so viel erreicht in meiner Karriere, und jetzt, durch diesen einen Moment, hat sich alles geändert. Titel, Ansehen – wow. Außerdem fördert das Unternehmen jetzt weitere Ideen mit Boni, so dass wir demnächst noch viele weitere spannende Innovationen erwarten können.

Harlekin: Sie sehen wirklich zufrieden aus. Umweltverbände haben sich jedoch kritisch geäußert. Licht aus, das lernt schon jedes Kind beim Zubettgehen. In Deutschland ist es sogar übliche Abendroutine für Millionen Kleinkinder. Befürchten Sie nicht, dass die Bahn jetzt den Anschluss verliert? Wenn der Strom schon nicht im Büro reicht, wann fällt er dann wieder für die Klimaanlagen in den Zügen aus?

Herr K: Nun, Sie sprechen einen wunden Punkt an. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, dass sich unsere Kunden daran gewöhnen werden. Den Kindern gelingt es ja auch, sich jeden Abend an die Dunkelheit anzupassen. Die schlafen dann halt einfach. Genau solche Zusammenhänge möchte ich mit unserem Innovationsprogramm aufdecken. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Klimaanlagen durch Schlafmittel ersetzen. Das dürfte einen äußerst positiven Effekt auf den Energieverbrauch haben.

Harlekin: Was ist Ihr ‚next-big-thing‘? Woran arbeiten Sie mit der höchsten Priorität?

Herr K: Ich denke, die Bahn hat noch etwas Optimierungspotential in Bezug auf Pünktlichkeit. Wir untersuchen zu diesem Zweck den Zusammenhang zwischen Schienennutzung und Bahnverkehr auf ebendiesen Schienen. Ein Beispiel: Wenn man Weichen korrekt einstellt, dann landen die Züge auf dem richtigen Gleis im Bahnhof und wir müssen nicht mühsam alle Zugreisenden auf ein anderes Gleis überführen. Es erscheint mir zielführend, an dieser Technik weiter zu forschen.

Harlekin: Herr K, vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns auf die nächste Zeit und sind gespannt, welche Innovationen noch folgen…

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2 Gedanken zu „Breaking News: Deutsche Bahn findet Lichtschalter!“

  1. Mir sind auch folgende bereits eingeführte Innovation aufgefallen:

    Lokführer warten nicht mehr auf verspätete Verbindungszüge. Folge: erhöhte Pünktlichkeit und optimierte Auslastung anderer Züge

    9-Euro Ticket: massiv angestiegener Gelegenheitsfahreranteil dank Freimachung der Stehplätze durch Pendler

    Sperrung der Toiletten und Speisewagen, um Energieverbrauch zu reduzieren

    Umstellung der Anzeige der Wagenreihung auf elektronische Tafel, um Bahnsteigverschleiß durch Reisende, die in letzter Sekunde von einem Ende zum anderen laufen müssen, vorzubeugen.

    1. Ja, Ja – das Potential ist noch nicht ausgeschöpft. Auch die übliche Verspätung der Bahn, ließe sich mit etwas mehr Phantasie und Engagement in den Griff bekommen. Denn, wenn der Zugführer an jedem Bahnhof nur 5min eher losfahren würde!? Dann hätte er doch bereits nach dem dritten Bahnhof (!) eine vorherige Verspätung von 15min wieder aufgeholt!

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