Alles muss raus…

… kennt jeder als Spruch und er ist sogar mehrfach filmisch aufgearbeitet worden. Im Firmenkontext ist diese Idee auch weit verbreitet, denn die meisten Firmen sind in Jahresscheiben beplant.

Wenn also, wie in vielen Firmen üblich, die Budget- und Personalplanung in Jahresscheiben aufgeteilt ist, entsteht gegen Jahresende die übliche Rally. Einige Beispiele hierzu sind: die übliche Hetze im Oktober/November, um noch möglichst viel abzuschließen, denn im Dezember müssen Überstunden abgebaut werden, die sonst zum Jahresende verfallen. Oder: Die Risikobudgets der Führungskräfte für Notfall-Aktivitäten, die am Jahresende in jedem Fall aufgebraucht werden müssen, wenn die Notfälle dann doch nicht eintreten. Und was an Budget nicht genutzt wird, könnte nächstes Jahr nicht mehr bewilligt werden. Also muss schnell noch irgendwas gemacht werden. Euch fällt doch bestimmt was ein – zu viel Zeit darf es aber nicht kosten, die Leute müssen Überstunden abbauen. (Ein schönes Beispiel dafür erscheint im Blog-Beitrag am kommenden Freitag.)

Beides treibt Stilblüten, die jedes Jahr auf‘s Neue bewundernswert sind, kommt doch das Jahresende alle andere als überraschend. Ich habe noch kein Jahr erlebt, in dem man nicht schon am Jahresanfang wusste, dass es einen Dezember gibt.

Da es mir natürlich auch wieder nicht gelungen ist, alles fertigzustellen, sage ich daher leise Servus für dieses Jahr, denn auch ich hab‘ noch was zu tun, das 2019 unbedingt fertig werden muss. Ich gehöre doch tatsächlich zu den Wahnsinnigen, die am 20.12. noch einen Projektabschluss machen (dürfen oder sollen?), damit pünktlich im neuen Jahr ein Go-Live stattfinden kann. Schön, wenn man immer weiß, in welche Zwänge man gepresst ist.

In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch…

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Ein Gedanke zu „Alles muss raus…“

  1. Und als sie wieder Vor-Weihnachts-Stress hatten – „kamen viele allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen.“ (Douglas Adams)

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