Agile Weihnachten

…die Fortsetzung:

X-mas Daily – auf Wunsch auch ohne Alkohol

Diese Meetings dienen sowohl dazu, die Team-Performance zu stabilisieren, als auch die sensiblen Schnittstellen zu den lokalen Glühwein-Produzenten sicherzustellen. Im Rahmen der Globalisierung kann aber der Weihnachtsmarkt inzwischen auch als virtuelle Realität über das Internet besucht werden. Der Genuss von virtuellem Glühwein und virtuellen X-mas Cookies ist kalorienarm und auch unproblematisch für den Führerschein. Durch den virtuellen Besuch eingesparter Feinstaub/NOx wird individuell berechnet und kann gegen virtuellen Glühwein eingetauscht werden. Auf diese Weise werden endlich auch die virtuellen Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) integriert. Ein Bündel von Incentives und Team-Building-Events in wechselnden virtuellen Locations sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, die christliche Corporate Culture innerhalb der X-mas-Identity zu wahren.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Personal-Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst zurückgestellt. Auch lassen sich bedauerlicherweise einige Aspekte des agilen Manifests nur unzulänglich mit der langen Tradition des Weihnachtsfestes vereinbaren. So fordert das Agile Prinzip Nr.6:

„Informationsübertragung nach Möglichkeit im Gespräch von Angesicht zu Angesicht.“

Das widerspricht leider den üblichen Gepflogenheiten und der bisherigen Verwendung von Wunschzetteln. Im Initial Sprint wurde der Wunschzettel durch vorweihnachtliche SMS an das Christkind ersetzt, allerdings war der dafür notwendige Account des Christkindes noch nicht mit dem X-Man abgestimmt. Zur Überbrückung wurde auf dem Kanban-Board angeregt, ein Pilotprojekt für spontane Weihnachtswünsche einzurichten, mindestens mit einen Facebook Account – ein zusätzlicher Twitter-Kanal wäre die perfekte Ergänzung.

Auch beim „Großen Buch“ des Nikolaus, welches die Missetaten der Kinder aus dem laufenden Kalenderjahr verzeichnet, wurde alternativ ein offener Facebook-Account angeregt. Die einzelnen Missetaten könnten dann geschenkewirksam geliked werden. Statt Schlägen mit der Rute würde es dann eher eine Sperre das Smartphones für 1-10 Tagen geben.

MIST hilft bei der Geschenkeplanung

Durch das ausgeklügelte Management Information System (MIST) ist auch Benchmark orientiertes Controlling für Geschenke-Planning möglich. Ein innovatives Burn-Down-Chart, eine Kombination aus ursprünglichem Adventskranz und -kalender, dient der Visualisierung bereits geleisteter und noch verbleibender Arbeit.

Wöchentlich wechselnde Schoko-Teaser dienen zudem als Giveaways und flankierende Marketingmaßnahme. Ferner wurde in der Whats-App-Gruppe „Xaviers Dream“ überraschend ein Konsens über das neue Mission Statement gefunden. Es lautet „Driving Home for X-mas“ und ersetzt das bisherige „Frohe Weihnachten“. Angesichts drohender Diesel-Fahrverbote ein notwendiges und mutiges Statement.

X-Man (formerly known as Weihnachtsmann) hatte anfangs noch Bedenken angesichts des historischen Corporate-Designs. Nach Studium der X-mas Hitlisten der letzten 20 Jahre akzeptierte er aber letztlich diesen loyalen Schritt und würdigte damit die beeindruckende Kreativität seiner Elfen und Harlekine.

Bildquellen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.